Heizkosten senken – viele Wege führen zum Ziel

7. Oktober 2020
Man kann die Heizkosten senken, indem man richtig heizt. Aber was bedeutet „richtig heizen“? Es bedeutet einerseits, auch im kältesten Winter Wohlfühltemperaturen in Innenräumen zu erzeugen und dies andererseits möglichst energieeffizient zu tun, damit sich so tatsächlich die Heizkosten senken lassen. Informationen aus drei Kategorien sollen auf diesen Seiten dazu beitragen, diese Ziele zu erreichen.
Dieser Artikel wurde erstellt von:
Thorben Frahm, Redakteur www.Deine-Vier-Waende.com

Richtig heizen und Heizkosten senken!

Inhaltsübersicht:

Bereits im Alltag kann man einiges dazu beitragen, die Heizkosten zu senken. Dabei hilft etwa das richtige Heizverhalten. Aber auch „richtig lüften“ ist ein wichtiges Thema. Richtig Heizen und Lüften gehören untrennbar zusammen, wenn man die Heizkosten senken möchte, ohne dabei die Bausubstanz oder die Bewohner zu gefährden.

Video: © Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena)

Heizungspumpe tauschen! Aber Umwälzpumpe ist nicht gleich Umwälzpumpe...

  • Die ältesten Umwälzpumpen waren einstufig; man konnte also auch manuell den Pumpendruck nicht regeln. Wer noch solch eine Umwälzpumpe besitzt, sollte dringend die Heizungspumpe tauschen lassen.
  • Eine Weiterentwicklung ist die mehrstufige Umwälzpumpe. Bei ihr lassen sich manuell diverse Stufen einstellen und je nach eingestellter Stufe, wird Wasser mit unterschiedlichem Druck durch das Rohrsystem der Heizung gepumpt.
  • Eine geregelte Umwälzpumpe ist sehr gut. Sie regelt ihre Leistung automatisch, abhängig vom gerade für die Heizungen benötigten Warmwasser. Dadurch passt sie auch ihren Stromverbrauch bedarfsgerecht an.
  • Hocheffizienzpumpe: Sie ist eine spezielle Art der geregelten Umwälzpumpe mit besonders geringem Energieverbrauch. Die Anschaffung ist zumeist teurer als bei anderen Umwälzpumpen. Durch den geringen Stromverbrauch amortisieren sich die Zusatzkosten durch geringere Stromkosten aber oftmals sehr schnell.

UmwälzpumpeBild: © co2online gGmbH / sparpumpe.de

Eine ältere gegen eine neue Heizungspumpe tauschen zu lassen, kann zur Pflicht werden, wenn man etwa in Bestandsgebäuden Heizsysteme mit erneuerbaren Energien einbauen möchte und dafür Fördermittel des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) beantragt. Gefordert wird zur Förderung daneben ein hydraulischer Abgleich der Heizungsanlage, der auch dazu beiträgt, dass eine geregelte Umwälzpumpe effizient arbeitet. Vereinfacht ausgedrückt, sorgt solch ein Abgleich dafür, dass jeder Heizkörper tatsächlich die von ihm benötigte Menge Warmwasser erhält.

Einsparpotenziale

Die Stiftung Warentest bezifferte das Einsparpotenzial bei Stromkosten bereits 2007 mit 100 bis 150 Euro pro Jahr, wenn man eine ältere gegen eine neue Heizungspumpe tauschen lässt. Das Bayerische Landesamt nannte 2012 als Einbaukosten beim Pumpentausch 300 bis 400 Euro (exklusive Anfahrtskosten des Handwerkers) und kam ebenfalls zu eingesparten Stromkosten von über 100 Euro jährlich.

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Heizkörper reinigen hat Einsparpotenzial

Heizkörper reinigenBild: © Sven Hoppe - Fotolia.com

Es gibt mehrere Gründe dafür, auf das „Heizkörper reinigen“ nicht zu verzichten, nicht alleine der Wunsch nach Sauberkeit. Durch die Heizungskörper frei gesetzter Staub kann zum Problem für Allergiker werden und Schmutz kann die Wärmeleistung des Heizkörpers negativ beeinflussen.Staub und Dreck auf dem Heizkörper können dafür sorgen, dass Wärme aus dem Heizkörper schlechter ins Rauminnere gelangt. Es muss dann mehr Energie aufgewendet werden, um den Raum auf die erwünschte Temperatur aufzuheizen. Heizkörper reinigen hilft also auch Heizkosten sparen.

Ein bekannter Energieversorger beziffert den möglichen Effizienzverlust nicht gereinigter Heizungen immerhin mit bis zu 30 Prozent. Das wird natürlich nur bei besonders verdreckten Heizungen der Fall sein. Aber in jedem Fall verbessert das Reinigen eines Heizkörpers die Wärmeabgabefähigkeit.

Ein paar Tipps zum Heizkörper reinigen

Ob Rippen- oder Flachheizkörper: Heizkörper reinigen ist im Allgemeinen alle drei bis fünf Jahr wichtig, wobei sich die Zeit vor einer neuen Heizperiode anbietet, damit man im Winter energieeffizient und richtig heizen kann. Bei Flachheizkörpern muss man etwa erst einmal die Verkleidung oder das Gitter oben am Heizkörper entfernen. Weitere Tipps fürs Heizkörper reinigen:

  • Den Heizkörper reinigen kann man zunächst etwa mit einem Staubsauger mit schmalem Aufsatz, der große Stäube wegsaugt. Es gibt spezielle Heizkörperbürsten als Aufsätze, die man im Handel oftmals für unter zehn Euro bekommt.
  • Zum Heizkörper reinigen lassen sich daneben Heizkörperbürsten verwenden, mit denen sich die Heizkörper manuell ohne Staubsauger säubern lassen.
  • Dampfreiniger kann man ebenfalls nutzen. Hier sollte man allerdings etwas vorsichtig sein: Ist der Dampfreiniger zu stark eingestellt, kann im ungünstigsten Fall der Heizkörper-Lack beschädigt werden. Eventuell muss man auch die Wand hinter der Heizung schützen, da Feuchtigkeit und Dreck aus der Heizung sie ansonsten beschmutzen könnten. Wenn man erst einmal beim Reinigen ist, kann man übrigens auch gleich einmal prüfen, ob man die Heizung entlüften muss.
  • Kommt man besonders schwer an die Zwischenräume heran, kann man den Heizkörper reinigen, indem man die Zwischenräume mit einem Fön ausbläst. Mit einem feuchten Tuch lässt sich der heraus geblasene Staub auffangen. Zugleich lässt sich auch zu Zweit mit Fön und Staubsauger arbeiten, der eine größere Menge Staub sofort auffängt.

Anschließend reinigt man mit einem feuchten Tuch und einem milden (!) Reinigungsmittel nochmals nach. Wer die Ausgaben nicht scheut und besonders gründliche Reinigung wünscht, kann auch auf die Hilfe externer Dienstleister setzen.

Möchte man noch weiteres Einsparpotenzial nutzen, sollte man gemeinsam mit Fachbetrieben für Heiztechnik vielleicht auch einmal die Heizungsregelung optimieren.

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